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10.03.2026
14:00 Uhr
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Die Verfilmung von Andy Weirs („Der Marsianer“) Roman verwandelt eine globale Katastrophe in eine intime Geschichte über eine unwahrscheinliche Freundschaft.

Im ersten Moment klingt „Der Astronaut“ wie ein typischer Katastrophenfilm. Die Sonne erlischt und das Überleben der Menschheit ruht auf den Schultern eines einzigen Mannes. Von „Armageddon“ bis „Interstellar“ begegnen viele Filme diesem Szenario mit einem entschlossenen Helden, dramatischen Bildern der Zerstörung, Panik in der hilflosen Bevölkerung und, wenn es das Setting hergibt, der ein oder anderen epischen Schlacht im Weltraum.
Nicht so „Der Astronaut – Project Hail Mary“: Statt den Blick schaulustig auf die Entfaltung einer Katastrophe zu richten, folgt die Erzählung dem Protagonisten Ryland Grace, gespielt von Ryan Gosling, und zeigt seine hoffnungsvolle Suche nach einer Rettung für die Menschheit. Abgeschnitten von der Erde, bekommt er von der dort vermutlich tobenden Verzweiflung nichts mit. Genau dieser Kontrast zwischen dem globalen Ausmaß der Bedrohung und der Intimität ihrer Lösung ist das Besondere an „Project Hail Mary“.
Zu Beginn des Films erwacht Grace auf einem Raumschiff aus dem Koma. Ihm fehlt jegliche Erinnerung daran, wer er ist und wie er dort gelandet ist. Die einzigen anderen zwei Menschen auf dem Schiff sind während des künstlichen Schlafs gestorben. Er ist völlig allein im All, zwölf Lichtjahre von der Erde entfernt, jegliche Kommunikation mit seinem Heimatplaneten ist unmöglich.